Wünsche

Ursprünglich mit ganz anderer Vertonung für eine Hochzeit geschrieben, dann in der Schublade verschwunden, wieder ausgekramt, Text angepasst und mit neuer Vertonung zum 40. Geburtstag einer Freundin druckfrisch vorgetragen, erneut Schublade, um es schließlich zum 40-jährigen Jubiläum einer deutsch-französischen Städtepartnerschaft vorzutragen – in Deutsch und in einer französischen Nachdichtung von Jean-Pierre Bouaffar (siehe „An die Freundschaft“). Das ist in kurzen, dürren Worten die langjährige Geschichte dieses – ich sag‘s, ohne rot zu werden – immer wieder gern gehörten Liedes.

Liedtext

Nicht zu viel und nicht zu wenig,
wiederum kein Mittelmaß,
mal Bettler sein und auch mal König,
meistens trocken, manchmal nass.
Sei wie ein Kind, des off‘ne Augen,
wohl jeden Tag ein Wunder seh‘n,
und bunte Bilder in sich saugen,
erst wenn sie satt sind weiter geh‘n.

Sonne über dich, doch keine Hitze,
grad‘ so, dass dein Garten gut gedeiht,
und dass jemand dich beschütze –
das ist mein Wunsch für deinen Weg,
mein Wunsch für deinen Weg,
das ist mein Wunsch für deinen Weg.
Sei er noch weit!

Die Erde hört nicht auf zu drehen,
die Sonne bläht sich weiter auf,
lässt man das Leben nur geschehen,
dann nehm‘n die Dinge ihren Lauf.
Sei wie die Narr‘n mit off‘nem Herzen,
die Wege spür‘n im Labyrinth,
die sich auch manche Gunst verscherzen –
es fährt sich gut im Gegenwind.

Sonne über dich …

Geh‘ mit dem Herzen eines Wolfes
geh‘ mit Nomadenblut im Leib
wohl manches Mal gezwung’nermaßen,
doch geh‘ ihn auch zum Zeitvertreib,
so geh den Weg durch dieses Leben,
manchmal heiter, mal im Zorn.
Und wenn es sein muss, dann geh eben
so manchen Weg einfach von vorn.

Sonne über dich …

Text/Musik/Arr.: KT Brandstetter, ©1989/℗2005
(Feat.: Agathe Taschke)